Vampir Noshire
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Wurde von [SNJ]Cloud Strife am 25.02.2006 um 19:42:06 Uhr erschaffen
Clan:
Charakterbeschreibung
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.-.-.-.-.-.-.-.-.V/V_.-/oO| The Legend of Noshira |Oo-._V/V-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
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Kapitel I: Das Schicksal

Ich möchte euch gerne meine Geschichte anvertrauen. Ich weiss, dass noch viele Herausforderungen vor mir stehen, doch ich will euch zuerst meine Vergangenheit offenbaren, ein Geheimnis, in welches bisher nur wenige eingeweiht waren.
Die meisten werden mich als Lord Nowari kennen. Von meinen engeren Freunden werde ich auch Nelos genannt. Nun, ich will euch nicht mit dem aufhalten, was ihr bereits wisst. Stattdessen will ich euch erzählen, was für seltsame Wege das Schicksal manchmal gehen kann, um die Welt zu verändern.Es ist nun schon viele Jahre her, doch ich denke, all dies spielte sich einige Wochen nach dem Beginn meines 16. Lebensjahres ab. Ich stammte aus einer Familie von Heilern, wir wohnten in Feendyr und genossen ein ruhiges Leben. Ich wurde schon seit klein auf in der Kunst des Heilens ausgebildet und wurde allgemein als grosses Talent, besonders in der magischen Heilung, angesehen und genoss mein Ansehen auch gerne.
Gegen Ende des Sommers kam ein Reiter zu uns und besprach etwas mit meinem Vater. Die beiden schienen sich bereits zu kennen, doch sie schienen sich Mühe zu geben, mit aller Förmlichkeit miteinander umzugehen. Bald darauf kam mein Vater zu mir und bat mich, ihm einen Gefallen zu tun.
Mein Vater schickte mich mit einem kleinen Auftrag, dessen Wichtigkeit mir nie bewusst war, nach Nefrasheen. Es sollte nicht lange dauern und er gab mir genügend Geld mit, um mir, falls ich es in einem Tag nicht schaffen würde, ein Zimmer in einer Herberge zu mieten. Ich wanderte einige Zeit über die Ebene und gelangte schon bald nach Cendyr. Nach einer kurzen Rast brach ich wieder auf und betrat den Wald. Unterwegs schien mir plötzlich, als hätte ich ein helles Licht im Astwerk entdeckt. Bei näherer Betrachtung fiel mir ein Kästchen auf, welches in den Flechten hing. Trotz seiner pechschwarzen Aussenhülle strahlte es ein weißes Licht aus. Doch als ich das Kästchen berührte, ich kann nicht sagen, ob von Neugier oder einer anderen Kraft getrieben, schien mich die Dunkelheit zu verschlingen. Ich fand mich wieder in einer Welt, welche so nicht existieren konnte. Schatten zischten an mir vorbei und brannten mich am ganzen Körper. Ich fühlte einen mächtigen Sog, während ich durch eine riesige Leere fiel. Langsam schien ich mich von den schmerzen zu entfernen und alles wurde schwarz. Ich ließ meine Arme hängen und wurde von dem erbarmungslosen Sog verschlungen.

Kapitel II: Die Schatten der Vergangenheit

Eine Ewigkeit später, so schien es mir, wachte ich auf einer rauhen Strohmatte wieder auf. Ein Bauer, welcher in der Nähe von Nefrasheen seßhaft war, hatte mich im Wald scheinbar bewußtlos aufgefunden und zu sich nach Hause genommen. Trotz meiner großen Dankbarkeit ihm gegenüber mußte ich ihn fragen, ob er nicht ein schwarzes Kästchen gefunden habe. Zu meiner Beunruhigung verneinte er und ich kam zum Schluß, daß es wohl besser wäre, ihn nicht länger zu befragen, hatte er mich doch schon so großzügig in sein Heim aufgenommen.
Einige Stunden später, ich steckte ihm noch einige Goldstücke für seine grosszügige Hilfe zu, reiste ich wieder ab und nahm meinen Weg in das Zentrum von Nefrasheen wieder auf.
Nun, es war schon Abends und die Sonne war bereits am Horizont verschwunden, so beschloß ich, die Nacht noch in einer Herberge im Westen der Metropole zu verbringen.
Mitten in der Nacht wurde ich durch lautes Geschrei in der Nähe meines Bettlagers geweckt und blickte irritiert aus dem Fenster. auf der Straße drängte sich eine Menschenmasse, Die Flammen zahlreicher Fackeln tauchten die Stadt in ein fahles Rot ein. Die Menge schluchzte und klagte, auf dem rauhen Backsteinpflaster glaubte ich Körper liegen zu sehen, bedeckt von dem geheimnisvoll glitzernden Blut, welches in einem traurigen Rinnsal langsam über den kalten Stein in die Dunkelheit floß.
Ich wußte nicht, was vorgefallen war, doch in diesem Moment schien mir eine innere Stimme zu sagen, daß ich nicht gut daran tat, länger in Nefrasheen zu verweilen. so ließ ich diese Bilder des Verderbens weit hinter mir und versuchte, meiner Erinnerung zu entfliehen. Fortan wanderte ich Tag und Nacht, legte keine Rast ein, konnte keinen klaren Gedanken fassen, vergass meinen Auftrag, meine Familie, meine Herkunft und alles andere.
Ich irrte bald darauf in durch die versteckten Winkel der schier endlos scheinenden Höhlen tief in den Kazads des Zwergenvolkes. Doch endlich schien ich zur Ruhe zu kommen; Ich belegte ein Zimmer in Valdahaz und nach nunmehr einer Woche gelang es mir zum ersten mal wieder, ein wenig zu schlafen.
Doch als ich am nächsten Morgen aufwachte und gemächlich die Treppe zur Eingangshalle der Herberge herabstieg, bot sich mir erneut ein schier unerträglicher Anblick: Auf dem sauber polierten Bartisch neben der kunstvoll gemeißelten Tür des Hauses lag ein regloser Körper. Ich denke, diesmal war es meine Neugier, gemischt mit einem unbestimmbaren Verlangen tief in meinem Innern, die mich dazu zwang, die Leiche genauer anzusehen. so stellte ich fest, daß es sich um die freundliche Angestellte handelte, welche mir am Abend zuvor noch ein Zimmer freimachte.
Irritiert stürzte ich aus der Herberge und eilte ziellos durch die leeren Straßen der Stadt. Zahlreiche erdrückende Gedanken raubten mir den Verstand und stürzten mich in einen erbitterten Kampf mit mir selbst: Ich werde keine Ruhe mehr finden. Bringe ich den Tod mit mir? Warum sterben unschuldige Wesen in meiner bloßen Anwesenheit? Bin schlußendlich doch ich für das alles verantwortlich? Kann dies denn überhaupt ein Zufall sein?

Ich verließ die Stadt und irrte weiter durch das Land. erst jetzt merkte ich, daß ich mich nach der Übernachtung nicht erholter fühlte als vorher. Abgesehen von dem inneren Krieg, der meine Seele nicht zur Ruhe kommen ließ, fühlte ich mich wie immer. Schlußendlich kam ich wieder nach Nefrasheen. Ich drängte die Erinnerungen aus meinem Gedächtnis und versuchte, zu vergessen. Trotz den schlimmen Ereignissen schien die Stadt ihr übliches geschäftiges Treiben wieder aufgenommen zu haben, die Schatten der Vergangenheit hatten sich auf die Gedenktafeln und tief in die Gedächtnisse der Hinterbliebenen zurückgezogen. Obwohl etwas in meinem Innern sich dagegen zu sträuben schien und es mich große Überwindung kostete, suchte ich noch am selben Tage die Bibliothek auf, in der Hoffnung, einige Informationen über das seltsame Objekt zu ergattern, welches mit Sicherheit mit all den Ereignissen in Zusammenhang stand.
Es war schon spät, ich ersuchte um die Bewilligung, über Nacht in der Bibliothek bleiben zu dürfen, und suchte unermüdlich weiter. als bereits die Morgenröte über den Horizont hereinbrach, saß ich noch immer an dem massiven Eichentisch, an welchem ich mich schon vor einiger Zeit eingerichtet hatte, und blätterte noch immer durch die Seiten der alten Bücher aus den Zeiten vor dem Bau Nefrasheens, vor dem Wiederaufbau Feendyrs, ich blätterte in Büchern längst vergangener Zeiten, und doch kamen mir die Berichte der Schreiber so lebhaft vor, als würden alle Kriege, alle Schlachten, alle Entdeckungen und Erlebnisse alter Helden noch einmal direkt vor mir ablaufen. Doch als ich weiter durch die vergilbten seiten blätterte, ließ mich eine handgemalte Skizze innehalten...

Kapitel III: Die Enthüllung

Ich betrachtete erstaunt die handgemalte Skizze eines schwarzen Würfels. erst kamen mir Zweifel auf, hatte ich doch schon so lange vergebens nach einer Spur über meine nahe Vergangenheit gesucht, hatte ich doch schon unzählige Bücher durchsucht, vergebens und immer verbitterter. Und nun sollte ich fündig geworden sein? Ich beschloß, den Leihpfand zu zahlen, um das Buch am folgenden Abend in Ruhe lesen zu können. Als ich die Hallen der Bibliothek verließ, fiel mir erst auf, daß an jenem Tage ein Fest stattzufinden schien; Auf den Straßen tanzten Menschen, bunt verkleidet, laute Musik drang an mein Ohr, gemischt mit den Freudenrufen der Feiernden.
So sehr ich jedoch auch versuchte, den Tag noch zu genießen, ich konnte den Gedanken an das Buch nicht aus meinem Kopf verdrängen, und so beschloß ich schon vor dem Einbruch der Nacht, ein Zimmer in einer im Zentrum der Stadt gelegenen Taverne zu mieten und das Werk mit der verheißungsvollen Skizze, welche es enthielt, genauer zu lesen.
Tatsächlich fand ich schon bald heraus, daß, sollte man den Legenden glauben schenken, jener Würfel auch als Artefakt der Semios bekannt ist und bis heute in einem Schrein tief unter der Erde verwahr wird. Ich hielt kurz inne - wenn es sich bei dem Objekt, welches, wie ich nun ohne jeglichen Zweifel dachte, einen solchen Einfluß auf mein Leben genommen hatte, tatsächlich in einem Schrein unter der Erde verwahrt wurde, wie konnte es dann möglich sein, daß ich es auf einem unbefestigten Pfad zwischen Feendyr und Nefrasheen aufgefunden hatte? Wurde es etwa aus dem in diesem Buch erwähnten Schrein entwendet? Ich kam zu dem Schluß, daß die einzige Möglichkeit, mehr über den Schrein und das Artefakt herausfinden zu können, wohl darin bestand, den Text weiter zu lesen, und schon kurz darauf war ich wieder in den seiten des Buches versunken.
Nach und nach erfuhr ich die Geschichte eines mächtigen Zaubers, welcher unsere Welt vor langer Zeit geprägt hatte: „Vor langer Zeit, als die Kriege zwischen den damaligen Rassenführern ihren Höhepunkt erreicht hatten, spaltete sich von den Elfen eine kleine Gruppe ab, welche im Gegensatz zu ihrem übrigen Volk im Sinne hatte, den erbitterten Krieg zu ihren Gunsten zu wenden und damit die Macht über das restliche Land an sich reißen zu können. Das Buch besagt, daß einige der fähigsten Magier des Volkes unter ihnen waren. Verdorben durch das Geld und die Macht, setzten sie alles daran, einen Zauber zu schreiben, so mächtig, daß er ihnen den Sieg über die anderen Völker und sogar über die Elfen selbst einbringen würde. Einige Wochen später erschütterte ein gewaltiges Beben das Land und schwarze Rauchwolken stiegen aus dem Unterschlupf der Nachtelfen, wie sie von ihren Stammesgenossen abschätzig genannt wurden, empor. Doch bald darauf sollte die Welt erfahren, was die Nachtelfen durch ihre Gier und ihre Unbesonnenheit in die Welt gesetzt hatten ; denn aus den schwarzen Wolken, welche die Nachricht der restlosen Zerstörung des Volkes der Nachtelfen wie dunkle Boten übers Land trugen, erhob sich etwas, was den Völkern so viel Leid bringen sollte, daß sie alle Streitigkeiten beiseite legen würden, um gemeinsam ihren feind zu bezwingen. Aus den Trümmern erhob sich der Dämon, den sie alle Noshira nannten, ein Name einer alten Sprache, einer vergangenen Ära, doch noch immer ist die Aussprache des Namens verbunden mit einem dunklen Schatten der Vergangenheit, welcher auf ewig auf uns lasten wird.

Kapitel IV: Der Bund

Schnell und schmerzlich mußten die Völker feststellen, daß sie dem Dämon weit unterlegen waren. Ihr hartes Eisen prallte an seiner dunklen Haut ab und zerbarst in tausend Stücke, und die einst so stolzen Krieger lagen nunmehr elend auf dem von Blut getränkten Boden der Schlachtfelder. Schon bald hatte der Dämon eine tiefe Furche der Zerstörung durch das Elfenreich gegraben und bahnte sich nun seinen Weg durch die Städte der Menschen. So vergingen weitere Wochen, in welchen unzählige Kämpfer fielen und Städte unter dem dunklen Feuer seiner Zerstörung von den Karten verschwanden.
Sei es durch ihre Einsicht oder durch die bloße Angst vor ihre eigenen Ende, so beschlossen doch 6 Magier, 2 aus jedem Reich, sich daran zu setzen, das dunkle Werk des alten Bundes der Nachtelfen aufzuhalten. Wie einst diese Elfen schlossen sie sich ein, tief unten in den Kazads, wo kein Tageslicht mehr an ihre Haut dringen konnte, und arbeiteten Tag und Nacht an einem mächtigen Siegel. Einem Siegel, welchem der Dämon nicht entfliehen würde. Als der Bund endlich glaubte, den Zauber vollendet zu haben, so traten die 6 Gefährten wieder an die Oberwelt, um der Zerstörung ein Ende zu setzen.
Mutig schritten sie durch die einst von den Zwergen in den Stein gemeißelten Hallen und näherten sich der Pforte zum Reich der Menschen. Doch kaum erblickten sie die maßlose Zerstörung, welche während ihrer Abwesenheit auf den weiten Ebenen des Reiches stattgefunden hatte, ließen sie die Schultern sinken und die Hoffnung fahren. Ihre Gesichter glühten Rot im Angesicht der gewaltigen Brände um sie herum. Laute Klagerufe drangen an ihr Ohr und sie wußten, daß sie zu spät gekommen waren.

Kapitel V: Das Gefecht

Als die mutigen Magier schon beinahe aufgeben wollten, geblendet durch das Ausmaß der Zerstörung, mußten sie doch an die Kazads denken, welche zumindest bisher unverschont blieben. Doch hatte es einen Sinn, gegen ein Wesen mit solcher Macht zu kämpfen? Oder würden sie damit nur sinnlos in ihren eigenen Tod stürzen?
Der Bund beschloß, der Gefahr ins Auge zu sehen und ihr Schicksal herauszufordern. So begaben sie sich auf den Pfad nach Waldyr, um das Siegel zu sprechen und diejenigen, welche bisher verschont blieben, vor dem nahenden Untergang zu bewahren. Doch würde es ihnen gelingen?
Schon bald lichtete sich das Dickicht und der Pfad ging allmählich in eine gepflasterte Straße über. Vorsichtig bahnten sie sich einen Weg durch die verkohlten Bretter, welche willkürlich auf dem Weg verteilt waren, und bewegten sich langsam auf das grelle Licht zu, welches hinter den Überresten des einst so stolzen Rathauses erstrahlte. Kaum hatten sie die letzte Biegung des Weges überwunden, erblickten sie ihn: Noshira lag inmitten des Dorfmarktes. Um ihn herum stapelten sich die Körper deren, welche seiner unbändigen Macht nicht entfliehen konnten. Bauern und Kaufmänner, Krieger und Arbeiter, alle lagen sie auf dem braunroten Boden verstreut. Die sechs Gefährten wußten, daß sie das Siegel nur zu sechst beschwören konnten, und nach reiflichem überlegen hatten sie, so schien es, einen Entschluß gefaßt. So leise wie möglich suchten sie sich einen Weg durch die Verstorbenen und versuchten, einen Kreis um den ruhenden Dämon zu bilden. Doch plötzlich wurde Sylvan, einer der beiden Menschen, von einer bleichen und eisig kalten Hand am Bein ergriffen und zu Boden geworfen. Noch ehe er erfassen konnte, was geschehen war, sah er in das Antlitz des aus seinem Schlaf erwachten Dämons und die bloße Furcht packte ihn. Sie hatten Noshira geweckt.
Der Plan der Magier geriet durcheinander, ratlos standen sie da, gebannt durch den Blick des Dämons. Im selben Moment schienen sich die Toten zu erheben, und langsam aber beständig schritten sie auf die Gruppe zu.
Es ist gewiß, daß wir alle verloren gewesen wären, wenn nicht Tolan, einer der mächtigsten Prinzen des Elfenvolkes, welcher sich ebenfalls zu dem Bunde der sechs Magier zählen konnte, blitzschnell sein Schwert gezogen hätte, um es mitten in Nohiras Antlitz zu werfen.
Dem Dämon entglitt seine Konzentration und die Toten fielen erneut reglos zu Boden. Entgegen aller Hoffnung blieb Sylvan jedoch liegen, nun ebenso bleich wie die Körper, welche ihn umringten, und die anderen Magier wußten, daß es zu spät war. Trotzdem begann Tolan, die Formel zu sprechen, und die vier übrigen Helden stimmten ein. Sie wußten, daß sie das Siegel zu Fünft kaum zustande bringen würden, und trotzdem klammerten sie sich an diesen letzten Hoffnungsfunken. So sprachen sie mit aller Entschlossenheit die letzten Worte des Zaubers, und noch ehe der Dämon sich wieder aufgerichtet hatte, fuhr ein mächtiger Strahl vom Himmel hernieder und umschloß Noshira mit gleißenden Funken. Treas, der Bruder Tolans, beobachtete gebannt das Schauspiel, ehe er erschöpft zu Boden fiel und kurz, bevor er sein Bewusstsein verlor, noch miterlebte, wie Tolan ,von seinem eigenen Schwerte durchbohrt, leblos zu Grunde ging.
Niemand weiß, wieviel Zeit vergangen sein mußte, doch Treas fand sein Bewußtsein wieder und richtete sich erschöpft auf und schritt langsam über den Platz hinweg. Schnell mußte er feststellen, daß er diesen letzten Kampf als einziger überstanden zu haben schien. Trauernd kniete er neben seinen Bruder, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Bald darauf, Treas kniete noch immer neben dem Verblichenen, trafen einige Bewohner der Kazads in Waldyr ein und blieben entsetzt vor dem Marktplatz stehen. Treas erhob sich, schritt auf sie zu und wies sie an, die Ratsherren der Städte zu einer Versammlung in Kazad Grundbar zu berufen. Ausserdem sollten die Körper der zu unrecht getöteten so bald als möglich begraben werden.
Nachdem die Schar die Trümmer verlassen hatte, schritt Treas langsam auf die Mitte des Platzes zu, wo einst Noshira inmitten seiner Opfer geschlafen hatte...

Kapitel VI: Der Schrein

Treas nahm ein schwarzes Kästchen auf, welches auf dem Boden lag, und hüllte es in ein Tuch. Bevor er jedoch die Ruinen der Stadt verließ, hob er den Körper seines Bruders auf und legte ihn sanft über seine Schulter. Er mußte den Prinzen in Ehren bestatten, und wollte ihn dazu in seine Heimat nach Nefrasheen bringen.
Einige Wochen vergingen, Tolan wurde in einer königlichen Zeremonie beigesetzt und langsam verbreitete sich die Nachricht über den Untergang des Dämons über die Lande. Währenddessen trafen immer mehr Machtträger mit ihrer Gefolgschaft in Grundbar ein, um über die kürzlich eingetroffenen Ereignisse zu beraten. Viele von ihnen dachten, daß es den Magiern gelungen sei, den Dämonen zu vernichten, doch da enthüllte Treas den schwarzen Kubus und erklärte, was das Siegel bewirkte, welches unter großen Verlusten ausgesprochen wurde.
Es war den Gefährten gelungen, die Seele der Kreatur in eine schwarz leuchtende Hülle, in eben diesen Würfel, zu sperren. Seine ganze Macht ist dabei in tausend Stücke zersplittert worden und hat sich im ganzen Reich verteilt. So haben es die Magier geschafft, den Dämonen so weit zu schwächen, daß er sich nicht aus seinem schwarzen Gefängnis befreien konnte. Treas erklärte den Anwesenden, daß es jedoch gewissen Personen möglich sein könnte, durch Zufall die sie umgebende Macht in sich aufzunehmen. Sie würden dadurch nicht etwa stärker oder würden in sonstiger Weise die Kraft des Dämons nutzen können. Aber es mußte dafür gesorgt sein, daß der Kubus niemals in die Nähe eines solchen Mediums geraten würde. Auch wenn Noshiras Seele in dieser Hülle versiegelt war, so war es ihm doch möglich, Besitz eines Körpers zu ergreifen, welcher einen Teil seiner Macht innehatte und auf jedwelche Weise mit dem Würfel in Berührung kam. Lange wurde diskutiert, was zu unternehmen sei und wie das Risiko gebannt werden könnte. Schließlich befahl man, tief unten in der Erde an einem geheimen Ort, welchen nur der Architekt selbst kannte, einen Schrein zu errichten und den Würfel für immer in diesem Raum zu versiegeln. Es vergingen einige Jahre, bis der Architekt den Würfel vergraben hatte und in die Kazads zurückkehren konnte. Noch am selben Tage starb er bei einem Überfall auf seine Herberge. Und so nahm er sein Geheimnis mit ins Grab. Es vergingen viele weiter Jahre, in welchen die Städte wieder aufgebaut wurden, und schlußendlich wurde auch Feendyr, auf welchem noch lange der dunkle Schatten Noshiras zu liegen schien, wieder neu aufgebaut.
Seit kurzem müssen jedoch wieder viele Menschen in den Wäldern und auf den Pfaden zwischen den Dörfern und Städten auf grausame Art ihr Leben lassen. Wir hätten alle damit rechnen müssen, daß auch diejenigen existieren, welche einst dem Bann Noshiras verfielen und noch heute auf seine Rückkehr warten. Eine dunkle Sekte, welche danach trachtete, die Kammer zu finden und den Kubus zu öffnen, um den Dämonen erneut in die Welt entlassen zu können. Die Semios.
Und hier endet meine Geschichte. Ich weiß nicht viel über die Semios. Ich weiß nur, daß sie aufgehalten müssen, ehe noch mehr Menschen, Elfen und Zwerge für ihr dunkles Ziel ihr Leben lassen müssen, ehe sie das Geheimnis der verborgenen Kammer lüften können. Ehe Noshira entlassen wird.
Der Autor
Treas Drachenklinge.“

Ich klappte das Buch zu und mein Herz begann zu rasen. Ich besann mich auf meinen Namen. Nelas Drachenklinge. Konnte das wirklich sein? War es einem meiner Urahnen gelungen, den Dämonen aufzuhalten und als einziger Überlebender von den Geschehnissen zu berichten? Doch wenn ich tatsächlich von einem Prinzen abstammte, warum war ich dann nicht selbst ein Adliger? Geschah noch mehr, von dem Treas nicht berichten konnte? Nur eines war mir nun klar: Ich mußte ein Medium sein. Ich mußte in meiner Kindheit unbewusst die Macht in mich aufgenommen haben. Und ich wußte nun auch, was es mit dem Kubus auf sich hatte, welchen ich damals im Wald gefunden hatte. Ich war mir sicher, daß die Seele Noshiras meinem Körper innewohnte. Doch warum hatte er nicht die Kontrolle über mich an sich gerissen? War er noch zu schwach? Ich war mir nun im klaren darüber, daß ich für die schrecklichen Dinge verantwortlich war, welche in meiner Umgebung passierten. Nein, nicht ich, sondern Noshira. Ein Teil von mir. Doch mir schien es, daß er nur dann meinen Körper nutzen konnte, wenn ich schlief. Ich mußte mit aller Macht gegen den Schlaf ankämpfen, um mich und vor allem die Leute um mich herum zu schützen. Doch ich beschloß, daß mir das nicht genug war. Ich mußte mehr herausfinden, ich mußte einen Weg finden, die Bürde wieder loszuwerden. Ich begab mich erneut in die Bibliothek und suchte weiter nach Informationen. Ich erfuhr vieles über die Vergangenheit des Landes, bis ich auf ein Buch über den Schrein und die Semios stieß.
Der Verband war ohne Makel und die Tinte noch gut leserlich, das Buch schien noch nicht sehr alt zu sein. Vorsichtig, aber interessiert schlug ich es auf der ersten Seite auf. Irgend etwas sagte mir, daß ich herausfinden mußte, wie alt dieses Buch ist. Ich suchte die Bibliothekarin auf und fand bald darauf heraus, daß das Buch erst vor einigen Tagen in der Bibliothek eingetroffen sei. Wie alt es jedoch wirklich war, konnte mir niemand genau sagen. Die Bibliothekarin schätzte es auf ein bis zwei Wochen, vielleicht auch Monate, also blieb mir nichts anderes übrig, als mich durch die Seiten zu arbeiten. Das Buch glich viel mehr einem Bericht der Art, wie Laufboten sie an die Ratsherren zu überbringen pflegten. Ich las, daß zum Entsetzen der Einwohner Haralldyrs ein Überfall auf das Dorf stattgefunden hatte. Die Eindringlinge, Semios, wie ich später erfuhr, schienen letztendlich doch an das Geheimnis der Lage des Schreins gelangt zu sein. In dem Buch wurde beichtet, wie das Dorf niedergebrannt und ein Gang zum Schrein gegraben wurde. Die Semios wurden scheinbar fündig und brachen mit dem Artefakt wieder zum Festland auf.
Tatsächlich mochte ich mich gut erinnern, wie einige Wochen, bevor ich mit meinem Auftrag los geschickt wurde, die Nachricht über die Zerstörung Haralldyrs bis zu uns drang und die Bewohner in Unruhe versetzte. Nun konnte ich mir wenigstens erklären, warum der Kubus nicht noch immer in jenem Schrein lag. Doch warum habe ich das Artefakt ungeschützt mitten im Wald gefunden? Die Semios werden doch sicher versucht haben, Noshira so schnell wie möglich herbeizurufen? Schlußendlich merkte ich, daß mir der Text nur noch mehr Fragen aufzuwerfen schien, welche nach einer Antwort trachteten. Ich verließ das Gebäude und machte mich auf den Weg zum Palast, welcher wie die Spitze eines Speers mitten aus den umliegenden Häusern hervorstach. Ich hoffte, dort an Jemanden zu geraten, welcher genauer über die Geschehnisse der vergangenen Wochen informiert war du mir damit vielleicht sogar mehr Aufschluß auf meine nahe Vergangenheit geben konnte. Wie sich bald herausstellen würde, fand ich dort sogar noch viel mehr...

Kapitel VII: Nächtlicher Überfall

Nachdem mich eine junge Sekretärin in den Wartesaal verwiesen hatte, nahm ich auf einem der mit dunkelrot gefärbtem Leder überzogenen Stühle Platz und begann, in einem Buch zu blättern, welches auf dem mit kunstvoll geschnitzten Ornamenten verzierten, hölzernen Tisch in der Mitte des Raumes gelegen hatte.
Schnell stellte ich fest, daß es sich bei dem Text um die Geschichte des Palastes handelte, doch ehe ich auch nur eine Seite fertig gelesen hatte, schritt die Sekretärin zur Tür herein und bat mich, ihr zu folgen. Ich legte das Buch an seinen Platz und folgte ihr durch einen langen, nur spärlich beleuchteten Flur, bis wir an eine massive Holztür stießen. Sie trug mir auf, vor der Türe einen Moment zu warten und verabschiedete sich anschließend mit einer höflichen Geste von mir. Kurze Zeit später wurde ich in das Zimmer gebeten. Vorsichtig öffnete ich die Tür und betrat den Raum. Die Luft war stickig und mit schweren Rauchschwaden vermischt. Der Rauch brannte in meinen Augen, doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Die Wände waren von Bücherregalen, Ölgemälden und vielen anderen Gegenständen verdeckt, den Boden zierte ein kunstvoll gewobener Teppich, welcher allerdings langsam, dem Sand der Zeit ausgesetzt, zu zerfallen schien. Ich blickte auf und trat ein. Ein älterer Herr saß an einem massiven Schreibtisch an der mir gegenüberliegenden Wand des Raumes. Auf dem Stuhl zu seiner linken saß ein Junge, welcher sich etwa in meinem Alter zu befinden schien.
Der Herr bat mich, Platz zu nehmen und stellte sich und den Jungen vor.
Wie ich erfuhr, handelte es sich um den innerhalb der Stadtgrenzen recht bekannten Diplomaten Harian Jonshire, neben ihm saß sein Sohn, Glenn Jonshire. Ich blickte Glenn in die Augen und merkte, daß es ihm offensichtlich nicht gefiel, in diesem Gebäude eingesperrt zu sein und seinen Vater bei den bürokratischen Arbeiten zu unterstützen.
Harian, er bat mich, ihn mit seinem Vornamen anzusprechen, wußte bereits, daß ich gekommen war, um mehr über den Weg des Artefaktes herauszufinden. Anfangs wollte man mir keine Anhörung gewähren, doch als ich betonte, wie sehr mich diese Angelegenheit sehr wahrscheinlich betraf, wurde bereits wenige Minuten darauf ein Termin vereinbart. Nun saß ich in diesem Raum, Harians interessierter Blick war auf mich gerichtet, und er wartete darauf, daß ich das Gespräch beginne. Ich erzählte, ich hätte den Kubus in einem Wald in der Nähe Nefrasheens gesichtet und mich in der darauf folgenden Zeit aus Interesse über seine Geschichte erkundigt. Ich erzählte ihm nicht, daß ich den Würfel angefaßt habe oder sogar, daß sich mein Körper seit dem verändert hatte und auch nichts anderes, weil ich befürchtete, mich damit selbst zum Tode zu verurteilen. Statt dessen fragte ich Harian, ob er vielleicht wußte, wie der Würfel, welcher aus der Kammer geraubt wurde, in diesen Wald gekommen sein konnte. Bevor ich jedoch meine Frage beendet hatte, erhob er seine Stimme und unterbrach mich aufgeregt. Er wollte die exakte Position des Würfels von mir erfahren, ob ich ihn nicht mitgenommen hätte und dergleichen mehr. Ich gab zur Antwort, ich könne mich nicht mehr genau an die Position erinnern und hätte ihn aus Vorsicht im Gebüsch liegen gelassen. Doch tief in meinem Innern wußte ich, daß er mir nicht glauben würde.
Er atmete tief durch und sagte schließlich, daß es sich hier um eine wichtige Angelegenheit handeln würde und er sich erst noch absprechen müßte, bevor er eine Entscheidung fällen könne, was zu tun sei. Er drückte jedoch seine Dankbarkeit mir gegenüber aus und bot mir ein Zimmer im Palast an. Ich wußte, daß meine Reaktion sehr unhöflich erscheinen mußte, doch aus Angst, mir könnte in den Gemäuern nachts etwas zustoßen, lehnte ich höflich ab. Statt dessen suchte ich mir ein neues Zimmer in einer älteren Taverne und verbrachte dort die Nacht. Doch in dieser Nacht sollte sich alles ändern. Ich denke, es war kurz nach Mitternacht, als ich durch das Aufschlagen von Hufen auf das harte Pflaster der Straße neben dem Gebäude aus dem Schlaf gerissen wurde.
Ich stand auf, zog mir einen Mantel über und starrte aus dem Fenster. Ich sah zuerst, wie sich ein in schwarze Lumpen gehüllter Mann auf seinem Pferd der Taverne näherte und schließlich vor der Tür anhielt. Erst jetzt bemerkte ich, wie scharf mein Gehör geworden sein mußte, denn ich konnte deutlich erkennen, wie das Pferd mit den Hufen in erstaunlicher Leichtigkeit dem Pflaster entlang glitt. Ich wußte nicht, ob dieser Mann vom Palast geschickt wurde, um mich loszuwerden, doch ich wußte, daß jene Gestalt es auf mich abgesehen hatte. Ich fuhr blitzartig herum, als ich von hinten Schritte hörte, doch ich erkannte am Geräusch, welches seine Schuhe verursachten, daß es sich um den Wirt handeln mußte, welcher wohl bestrebt war, den Abort aufzusuchen. Ich drehte mich erleichtert wieder zum Fenster, als mir plötzlich eine Faust in den Bauch gerammt wurde und ich schmerzerfüllt zu Boden fiel. Ich wollte mich schnell wieder aufrichten, doch als ich mich umdrehte, erkannte ich für den Bruchteil einer Sekunde das Gesicht des Reiters, dann spürte ich einen weiteren heftigen Schlag und mir wurde schwarz vor Augen.
Statistik
Beute insgesamt: 3.193,59 Liter Blut
Opfer gebissen (Link): 9
Kämpfe: 47
Siege: 9
Niederlagen: 38
Unentschieden: 0
Erbeutetes Gold: ~ 0,00 Gold
Verlorenes Gold: ~ 0,00 Gold
Trefferpunkte verteilt: 583.23
Trefferpunkte eingesteckt: 5932.07
Die Eigenschaftswerte von Noshire:
Charakterlevel: Stufe 5
Stärke: (14)
Verteidigung: (14)
Gewandtheit: (14)
Ausdauer: (14)
Geschicklichkeit: (10)
Erfahrung: (137|125)
Die Urahnenstatistik von Noshire
Angetretene Prüfungen: 0
Bestandene Prüfungen: 0
Gescheiterte Prüfungen: 0
Profildaten
Geschlecht: männlich
Alter: 15-20 Jahre
Wohnort: ---
ICQ-Nummer: ---
MSN Messenger: robbyrocket@gmail.com
Yahoo Messenger: ---
AIM-Name: ---
Jabber ID ---
Skype ID ---
Arena

Noshire hat noch keinen Arenarang erreicht.
 


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